Restless-Legs-Syndrom(RLS)

Es wird geschätzt, dass etwa 5–10 % der Bevölkerung in Deutschland vom RLS betroffen sind. Es ist damit eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen überhaupt. 60 % der Patienten sind Frauen. Allerdings sind die Symptome bei ca. 80 % der Betroffenen nur sehr schwach ausgeprägt, so dass eine medikamentöse Therapie bei ihnen nicht notwendig ist.

Die Begleiterscheinungen des RLS führen sehr häufig zu einer falschen Diagnose, da die zugrundeliegende Krankheit oftmals nicht gesehen wird. Die ärztliche Annahme, es läge ursächlich eine psychosomatische Störung, eine Depression oder Hypochondrie vor, führt im Extremfall zu langjährigen, durch häufige Arztwechsel geprägte „Patientenkarrieren“, in denen Suizidversuche oder überflüssige Aufenthalte in der Psychiatrie vorkommen können.

Mit kybun kann die Krankheit zwar nicht geheilt werden, jedoch kann die sanfte Bewegung im Alltag zu Entlastung der Beschwerden führen. Bei regelmässigem Gehen im kyBoot/ Trainieren auf dem kyBounder kann dies eine längeranhaltende Linderung der Beschwerden bringen.

Definition und Symptome

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist die englische Bezeichnung für "Syndrom der ruhelosen Beine". Im Deutschen spricht man von unruhigen Beinen, doch setzt sich auch umgangssprachlich zunehmend die Abkürzung RLS – manchmal aufgelöst zu „Rastloser Schlaf“ – als Krankheitsname durch.

Das RLS verursacht in Zuständen der Ruhe bzw. Entspannung in den Beinen und/oder Füßen (seltener auch in den Armen und/oder Händen) ein Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen,Wärmegefühl oder andere, als unangenehm empfundene Gefühle.

Von den RLS-Patienten werden diese Beschwerden und Missempfindungen meist recht unterschiedlich beschrieben. Sie können einseitig, beidseitig oder auch abwechselnd auf der einen oder anderen Seite auftreten.

Diese Missempfindungen führen bei den Betroffenen zu dem unwiderstehlichen Drang, sich zu bewegen, die Muskeln anzuspannen oder zu dehnen, denn erst durch Bewegung gehen die Beschwerden zurück.
Charakteristisch
für das RLS ist die sofortige Linderung durch Muskeltätigkeit, d. h. das Bewegen der betroffenen Gliedmaßen durch Umhergehen, Kniebeugen, Radfahren, periodisches Anspannen usw. Die Symptome kehren jedoch nach einer nur kurzfristigen Besserung für gewöhnlich bereits in der nächsten Ruhesituation unmittelbar wieder zurück.

Die Beschwerden sind abends oder nachts schlimmer als während des Tages oder treten ausschließlich am Abend oder in der Nacht bei ruhigem Sitzen oder Liegen (bei vielen Betroffenen grob im Zeitraum zwischen 22:00 und 4:00 Uhr) auf. Durch den ständigen Schlafmangel fühlt sich der Betroffene immer müde und zermürbt, dies kann zu einer körperlichen und seelischen Erschöpfung führen. Zwangsläufig ist damit eine chronische Beeinträchtigung für viele Lebensbereiche gegeben.
Andererseits können Entspannungssituationen, Langeweile und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten die Symptome unabhängig von der Tageszeit verstärken.

Häufige Begleiterscheinungen des RLS sind periodische Zuckungen der Beine oder Arme im Schlaf, ohne dass diese dem Patienten bewusst sind. Seltener können diese Bewegungen auch im wachen Zustand auftreten. Diese Zuckungen führen oftmals zu unbemerkten Störungen des Schlafes durch wiederholtes kurzes Aufwachen.

Die quälende Unruhe in den Gliedmaßen und der nicht zu unterdrückende Zwang, sich (z. B. durch Umherlaufen) zu bewegen, hindert die Betroffenen oftmals sehr wirksam daran, ein- und durchzuschlafen. Dabei muss sich der Patient -besonders bei sonst nur leicht ausgeprägten Symptomen- der eigentlichen Ursache für sein Problem nicht bewusst sein.

Ursachen

Das Restless Leg Syndrom ist eine neurologische Erkrankung mit Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen, Füßen und weniger häufig auch in den Armen, oftmals einhergehend mit unwillkürlichen Bewegungen.
Das Syndrom gehört nach dem Klassifikationssystem für Schlafstörungen (ICSD-2) zu den schlafbezogenen Bewegungsstörungen.

Wahrscheinlich beruht die Krankheit auf einem Defekt bei der Übertragung von Nervensignalen.

Es gibt zwischenzeitlich wissenschaftliche Forschungsergebnisse, dass genetische Ursachen vorliegen.

Es wird nach idiopathischem RLS ( ohne auslösende Ursachen, jedoch familiär gehäuft auftretend ) und nach symptomatischem RLS (erworben durch eine andere Grunderkrankung ) unterschieden.

Die Veranlagung zu dieser Krankheit kann autosomal-dominant vererbt werden. Die familiäre Prädisposition ist inzwischen auch durch Zwillingsstudien bestätigt worden, der Grad des genetischen Einflusses bleibt aber ungewiss. Zur Lokalisation des verursachenden Gens wird geforscht. Wird das RLS in einer Familie weitergegeben, so beobachtet man die Tendenz, dass die Symptome mit jeder nachfolgenden Generation früher auftreten und stärker ausgeprägt sind.

Die häufigsten Erkrankungen bzw. Faktoren, die dieses RLS auslösen können sind zum Beispiel:

  1. Dialysepflichtige Niereninsuffienz,
  2. Schilddrüsenfunktionsstörungen,
  3. eine Schwangerschaft,
  4. Anämie durch Eisenmangel,
  5. Rheumatoide Arthritis,
  6. Eisenmangel,
  7. Stoffwechselstörungen.
  8. Verschiedene Medikamente können ebenfalls ein symptomatisches RLS auslösen

Die Erfahrungen in den Schlaflaboren zeigen, dass ein großer Teil (bis zu 20 %) der allgemeinen Schlafstörungen durch unerkannte Formen des RLS verursacht werden. Auch Fälle mit anderen Krankheitszuschreibungen, wie etwa dem chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS), könnten ihre Ursache bisweilen hier haben.

Langzeitfolgen

Das Ausmaß an Schlafmangel durch die Störungen des Schlafs kann bei RLS-Patienten außergewöhnlich groß sein. In der Folge kommt es oft zu chronischer Müdigkeit am Tage, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Vergesslichkeit und einer Verschiebung des Tag-und-Nacht-Rhythmus.

Als häufige Spätfolgen sind bei unbehandeltem Fortbestehen daher allgemeiner Leistungsabfall, soziale Isolation und -als schwerwiegendste Konsequenz- Depressionen zu beobachten. Bei schmerzhaften Ausprägungen kann sich, wie bei allen andauernden Schmerzzuständen, auch ein chronisches Schmerzsyndrom ausbilden.

Betroffene berichten bisweilen auch von weiteren Symptomen, die entweder mit dem gestörten Dopaminstoffwechsel oder den Folgen des Schlafmangels in Zusammenhang stehen könnten. Beispiele wären etwa nächtlicher Heißhunger, Unverträglichkeit von Alkohol und Koffein, chronische Magen-Darm-Beschwerden, Spannungskopfschmerzen und Verschlimmerung des RLS nach sportlichen Anstrengungen oder durch Wärme bzw. Kälte.

Konventionelle Therapie

Die individuell angepasste Behandlung richtet sich nach dem subjektiven Leidensdruck der Patienten. Primär steht meist eine Verbesserung der Schlafqualität im Vordergrund. Eine bedarfsorientierte oder dauernde medikamentöse Therapie dürfte für die Mehrheit der Betroffenen mit ausgeprägter Symptomatik unausweichlich sein.

Bei der sekundären Form des RLS muss nach Möglichkeit die zugrundeliegende Ursache beseitigt werden; so ist etwa ein Eisenmangel durch Eisenpräparate leicht auszugleichen, die Behandlung des RLS bei einer Schwangerschaft kann hingegen sehr schwierig sein.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

kybun bringt Bewegung in Ihren Alltag und dies auf eine sanfte Art und Weise ohne den bereits müden Körper zu überfordern.

Die Muskulatur der Füsse und Beine wird vermehrt durch das Abrollen auf dem weich-elastischen Materiel aktiviert. Dadurch vermuten wir (leider haben wir zu "Restless Leg Syndrom" noch keine Kunden Meinungen erhalten), dass der schmerzlindernede Effekt durch die Bewegung im kyBoot/ auf dem kyBounder länger anhält als in herkömmlichen Schuhen.

Da jedoch die Ursachen für die RLS Beschwerden sehr verschieden sein können, wird jeder Kunde verschieden auf das Training mit kybun reagieren.

Erstreaktionen

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen

Anwendungstipps

  • Das kybun-Training sollte immer wieder der Tagesform angepasst werden. Es ist wichtig, das der Betroffene herausfindet, wie viel kybun-Training gut für ihn ist, und wann es eine Pause braucht, damit danach keine vermehrten Schmerzen auftreten. Es kann gut sein, dass an manchen Tagen das kyBoot-Training nur sanft und kurz möglich ist (oder sogar ausfallen muss) und an anderen Tagen längere Distanzen im kyBoot gegangen werden können.
    Mit der Zeit wird sich der Körper, bei regelmässigem Gehen im kyBoot/ Training auf dem kyBounder, anpassen (Durchblutungsförderung, stärkere Muskulatur und Bindegewebe und stabilere Gelenke) und Beschwerden können zurückgehen.

    Weitere hilfreiche Tipps:

  • Wenn Sie im kyBoot oder auf dem kyBounder Schmerzen bekommen oder sich Ihre bekannten Schmerzen verstärken, kann dies mehrere Gründe haben (z.B. ungewohnte, aufrechtere Körperhaltung, verspannte Muskulatur, ungewohnte Bewegungen für den Körper).
  • Wir raten Ihnen die kybun-Übungen regelmässig zwischendurch anzuwenden. Diese lockern Ihre Muskulatur und richten den Körper auf. Dadurch werden die Gelenke entlastet.
    Wählen Sie die kybun-Übungen aus, die Ihnen gut tun! Manche Kunden bevorzugen leichte Bewegungen andern Kunden helfen eher die intensivieren Übungen; dies ist sehr individuell.
  • Wählen Sie ein kyBoot-Modell mit der etwas breiteren Sohle der 2. Generation. Diese verleiht ihnen im Mittelfuss mehr Stabilität; lassen Sie sich die verschiedenen Modelle vom kybun-Händler Ihrer Wahl zeigen.
  • Wenn Sie sich auf dem kyBoot zu unsicher fühlen, oder ein zusätzliches Trainingsgerät für zu Hause suchen, ist der kyBounder die ideale Alternative. Auf dem weich-elastischen Federboden können Sie an Ort die Füss- Bein- und Rückenmuskulatur stärken. Bei Unsicherheit können Sie sich an einem festen Gegenstand festhalten. Ausserdem haben Sie die Möglichkeit zwischen verschiedenen kyBounder-Dicken zu wählen (je dicker desto Trainings-intensiver); lassen Sie sich von Ihrem kybun-Händler vor Ort beraten.
  • Wenn Sie trotz kybun-Übungen stark ermüden, Schmerzen haben oder seitlich auf der kyBoot-Sohle abkippen raten wir Ihnen, eine kurze kyBoot/ kyBounder-Pause einzulegen, bis die Symptome verschwunden sind.
  • Achten Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung, machen Sie nicht zu lange Schritte und schauen Sie in die Weite (nicht auf den Boden). Sie sollten gerade auf der kyBoot-Sohle gehen, das heisst, ein eventuell seitliches Abkippen korrigieren!
  • Wenn trotz dem Befolgen dieser Tipps Unsicherheiten oder Beschwerden auftauchen, wenden Sie sich bitte an einen kybun-Händler Ihres Vertrauens und lassen Sie sich vor Ort beraten.

Meinungen/Kundenaussagen

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