Instabile Sprunggelenke, lockere Bänder

Eine Instabilität des Sprunggelenks kann entstehen, wenn die Bänder überdehnt wurden oder gerissen und zu locker zusammengewachsen sind (mechanische Instabilität). Damit kann auch eine Störung des Zusammenspiels der Gelenkknöchel und der umgebenden Bänder und Muskeln verbunden sein. Dieses Phänomen wird auch als Störung der Tiefenwahrnehmung (Propriozeption) bezeichnet.

Die Tiefenwahrnehmung spielt für die Bewegungsabläufe unseres Körpers eine entscheidende Rolle und arbeitet teilweise unbewusst. Wenn sich das Fussgelenk dauerhaft instabil anfühlt, liegt das also vielleicht nicht nur an überdehnten Bändern, sondern auch an einer Störung der Tiefenwahrnehmung beziehungsweise der Muskelkoordination.

Mit kybun können Sie die Fusskoodination im Alltag trainieren, ohne zusätzlichen Zeitaufwand, und dadurch die Propriozeption des Fusses verbessern. Das Zusammenspiel der Muskeln und Bänder wird gefördert und dadurch der Fuss aktiv stabilisert.

Definition

Akute oder chronische krankhafte Laxität des oberen Sprunggelenks (OSG) durch ungenügende ligamentäre (Bänder) und/oder neuromuskuläre (Tiefenwahrnehmung/ Propriozeption) Stabilisierungsfähigkeit.

Ursachen

Die akute OSG-Instabilität wird durch eine traumatische Bandruptur verursacht. Diese kann sowohl den lateralen Bandkomplex (Lig. fibulotalare anterius, Lig. fibulocalcaneare), den medialen Bandkomplex (Lig. deltoideum, Springligament) oder beide betreffen. Am häufigsten wird eine laterale OSG-Instabilität gesehen, die durch ein Supinationsinversionstrauma verursacht wird.

Aus einer Verstauchung des Sprunggelenks kann sich eine dauerhafte (chronische) Instabilität des Gelenks entwickeln. Ein Sprunggelenk (auch Fussgelenk genannt) gilt dann als chronisch instabil, wenn das Gelenk sechs Monate nach der ersten Verstauchung immer noch zu leicht nachgibt oder es zu erneuten Verstauchungen gekommen ist. Ein instabiles Gelenk kann leichter wieder umknicken. Etwa 10 bis 20 Prozent der Menschen haben nach einer Verstauchung ein instabiles Sprunggelenk.

Langzeitfolgen

Trotz der qualitativ hohen Massnahmen in der konservativen Therapie der akuten OSG-Instabilität, kommt es in ca. 20% der Fälle im Verlauf zur Entwicklung einer chronischen OSG-Instabilität, die unbehandelt in einer posttraumatischen OSG-Arthrose endet.

Konventionelle Therapie

Bei Instabilität der Sprunggelenke gibt es verschiedene Behandlungsoptionen:

  • Zuerst wird versucht, sie funktionell zu behandeln, das heisst, mit Physiotherapie und eventuell dem Tragen einer Schiene. Gängig ist das sogenannte neuromuskuläre Training. Dieses zielt darauf ab, die Kraft, Stabilität und Koordination des Sprunggelenks zu verbessern.
  • Bleibt das Gelenk trotz Training instabil, weil die Bänder zu locker sind, kann eine operative Verkürzung dieses Problem lösen.
  • Selbst wenn ein Problem im Gelenkinneren durch eine Operation behoben werden kann, hat sich während einer länger andauernden Instabilität wahrscheinlich auch eine Störung der Muskelkoordination entwickelt. Deshalb sind Rehabilitationsübungen auch nach einer Operation immer ein wichtiger Teil der Behandlung.

Früher hat man instabilen Füssen stabilisierende Schuhe verpasst. Heutzutage weiss man, dass damit nicht die Ursache behandelt wird und die Instabilität des Fusses noch grösser wird. Daher ist diese Methode nur direkt nach einem grossen Trauma oder bei sehr grosser Instabilität, die nicht mehr therapierbar ist, sinnvoll.

Durch das häufige Verschreiben von sogenannten Künzli-Schuhen, Schuheinlagen und Schienen haben viele Leute noch heute das Gefühl, dass instabile Füsse stabilisert werden müssen.
Dadurch denken manche Kunden mit lockeren Bänder fälschlicherweise, dass der kyBounder/ kyBoot nicht für sie geeignet wäre, obwohl das Gegenteil der Fall ist:

Instabile Fussgelenke/ lockere Bänder können nur auf einer instabilen Unterlage (z.B. mittels kyBounder/ kyBoot) trainiert werden! In der Physiotherapie werden ebenfalls viele Koordinations-Übungen auf einer instabilen Unterlage (Wackelbrett, Kreisel....) gemacht um die Fuss-Propriozeption und -Koordination zu trainieren.

kybun Wirkungsprinzip – Proaktiv handeln

Bei instabilen Sprunggelenken ist es wichtig, sobald die akuten Schmerzen abgeklungen sind und die Schwellung zurückgegangen ist, mit dem aktiven Propriozeptionstraining zu beginnen um die Fusskoordination zu verbessern. Nach einer Verletzung ist diese immer gestört und es ist wichtig, dass diese Störung schnell behoben wird um Folgeverletzungen der Füsse zu vermeiden.

Durch das weich-elastische Material der kyBoot-Sohle und des kyBounders werden die Stösse des harten Bodens absorbiert. Dadurch ist das kybun-Training schonend und Sie können schon früh nach der Verletzung damit beginnen. Im akuten und frühen subakuten Stadium eignet sich besonders der kyBounder, da hier die Übungen gezielt angepasst werden können.

Auf der weich-elastischen kyBoot-Sohle/ kyBounder kann sich der Fuss frei in alle Richtungen natürlich bewegen. Dadurch wird der Fuss gezwungen sich mit seiner Muskulatur zu stabilisieren. Bei jedem Schritt finden im Fuss kleine Bewegungen statt die den Fuss sukzessive stärken. Durch dieses intensive Training wird die Fuss-Koordination/ Propriozeption deutlich verbessert und Sie fühlen sich stabiler und sicherer. Sie werden schon nach wenigen Anwendungen einen Unterschied feststellen.

Durch die feinen Bewegungen auf dem weich-elastischen Material wird die Beweglichkeit des Fusses sowie die Durchblutung verbessert. Besonders nach einer Verletzung ist dies sehr wichtig um Verklebungen und Narbenbildung zu vermeiden und die Heilung zu fördern.

Erstreaktionen

Spezifische Erstreaktionen bei instabilen Sprunggelenken/ lockeren Bänder:

Am Anfang kann es passieren, dass Sie sich auf der kyBoot-Sohle oder dem kyBounder sehr instabil fühlen und das Gefühl haben, seiltich abzukippen. Dies ist völlig normal und ein Zeichen, dass Ihre Füsse instabil sind und trainiert werden müssen. Das weich-elastische Material fühlt sich anfangs oft sehr wackelig an, dies wird aber weniger, sobald Ihre Füsse mehr Stabilität haben. Bitte befolgen Sie die Tipps unter "Anwendungstipps" und lassen Sie sich vor Ort von einem kybun-Händler beraten, falls sich die Erstraktionen nicht verbessern.

 

Für allgemeine Erstreaktionen bei kyBounder und kyBoot Neueinsteigern, klicken Sie hier: Erstreaktionen 

kybun-Übungen

Für Informationen zu den kyBoot Spezialübungen und den kyBounder Grundübungen klicken Sie bitte hier: kybun Übungen 

Folgende Anpassungen der Standarddurchführung des Intervall Walkings sind bei instabilen Sprunggelenken wichtig:  

  1. Fokus auf langsame Übungen, da dann die Zusammenarbeit der Muskeln trainiert wird (je besser die Zusammenarbeit, desto besser die Stabilität)
  2. Wenn Ermüdung wahrgenommen wird, sofort auf schnelle Übung umstellen zur Erholung der Muskulatur

Anwendungstipps

  • Anfangs ist es sehr wichtig, die richtige Dosierung zu wählen, sprich die kyBoot-Tragzeit/ kyBounder-Stehzeit persönlich anzupassen. Gehen Sie anfangs lieber kürzere Distanzen in einfachem Gelände, damit sich Ihr Körper an des anspruchsvolle Gehen im kyBoot/ Stehen auf dem kyBounder gewöhnen kann.
  • Steigern Sie die Tragdauer langsam nach Gutdünken, bis Ihre Füsse genügend Kraft und Koordination haben im kyBoot über mehrere Stunden am Stück zu Gehen. Bei manchen Leuten ist dies bereits nach wenigen Tagen möglich, andere benötigen länger, das ist sehr individuell.
    Der kyBoot ist ein Trainingsgerät und kann später, muss aber nicht, zu einem Alltagsschuh werden.
  • Achten Sie sich auf dem kyBounder/ im kyBoot auf eine korrekte Fussposition. Dies bedeutet, dass der Fuss gerade auf dem weich-elastischen Material stehen sollte und weder nach innen oder aussen abknickt. Wenn die Füsse auf dem kyBounder/ im kyBoot nach innen oder aussen knicken, ist das meistens kein Fehler von kybun, sondern eine Schwäche des Fusses, welche durch Training langsam abgebaut werden muss. Sie merken sofort, wenn Sie Ihre Füsse einseitig belasten, denn die Sohle gibt an der betreffenden Stelle nach.
  • Versuchen Sie sich auf die Fussstellung zu konzentrieren und ein seitliches Abkippen zu korrigieren. Dadurch kräftigen Sie Ihre Fussmuskulatur und werden mit der Zeit nicht mehr seitlich kippen. Beachten Sie, dass sich Ihr Körper nicht verkrampft. Mehr dazu lesen sie unter "seiltiches Abkippen".
  • Achten Sie sich, dass Sie keine allzulangen Schritte machen, dadurch ist es einfacher, den Fuss über der kyBoot-Sohle zu stabilisieren, und die Tendenz zum seitlichen Abkippen nimmt ab.
  • Wenn ein aufrechtes Gehen im kyBoot nicht mehr möglich ist, oder wenn Sie bemerken, "neben dem Schuh zu stehen" und dies nicht mehr korrigieren können, ist dies ein Zeichen, dass der Körper ermüdet und Sie eine kurze kyBoot-Pause einlegen sollten.
  • Bei schwacher Fussmuskulatur kann es beim ersten kyBoot Sinn machen, ein Modell mit einer Sohle der 2. Generation zu erwerben. Diese Sohle ist etwas stabiler im Mittelfussbereich. (Bitte fragen Sie Ihren kyBoot Händer für mehr Informationen).
  • Probieren Sie verschieden kyBoot-Modelle, einige höher geschnittene Modelle verleihen mehr Stabilität.
  • Wenn Sie sich im kyBoot gehend trotzdem zu unsicher fühlen, ist der kyBounder das ideale Trainingsgerät um die Fussmuskulatur sorgfältig aufzubauen. Bitte lassen Sie ihrem Körper Zeit und geben Sie  nicht zu schnell auf.
    Der kyBounder ist in 3 unterschiedlichen Dicken erhältlich; dadurch können Sie die Dicke wählen, bei der es Ihnen am wohlsten ist (je dicker-desto instabiler-desto intensiver das Training).
    Zusätzlich haben Sie auf dem kyBounder die Möglichkeit, falls Sie zusätzlichen Halt benötigen, sich an einem festen Gegenstand festzuhalten.

Meinungen/Kundenaussagen

Im Oktober 1993 hatte ich eine Notlandung im nördlichen Teil Israels. Wir starteten und wenige Minuten in der Luft, hat plötzlich der Motor ausgesetzt. Wir mussten notlanden in einem sehr schwierigen Gebiet mit viel Steinen und Felsen. Glücklicherweise hat sich der Passagier nicht verletzt, aber ich brach mir meinen rechten Knöchel.
Es dauerte 18 Monaten mit drei Operationen, und Krücken waren meine ständigen Begleiter, bis ich wieder gehen konnte. Ich habe alles ausprobiert aber bis heute konnte ich keinen geeigneten Schuh für mich finden. Ein unangenehmes Gefühl und Schmerzen waren meine Begleiter. Vor zwei Monaten empfahl mir ein Freund den kybun Schuh. Ich habe ihn anprobiert und es fühlte sich gut an! Nun trage ich den kybun Schuh bereits 1.5 Monate. Zum ersten Mal nach dem Vorfall kann ich wieder gehen, ohne zu hinken, ohne Schmerzen oder Unannehmlichkeiten. Ich kann sogar wieder längere Strecken wandern. Kurz gesagt, ich bin jetzt sehr glücklich mit den Schuhen und werde mir ein weiteres Paar für den nächsten Winter kaufen.
Ich kann kybun Schuhe gar nicht genug empfehlen. Ich bin nun 76 Jahre alt und seit vielen Jahren Langstreckenwandererin und Country-Tänzerin. Im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Schuhe ausprobiert und festgestellt, dass meine kybun Schuhe einfach die Besten sind. Sie sind so bequem, dass ich sie zu jeder Gelegenheit trage: beim Spazierengehen, im Garten, beim Zumba und während der Hausarbeit. Sie sind genauso bequem wie die weichsten Pantoffeln und trotzdem robust genug für eine 16 km lange Wanderung. Auch ein Freund von mir, ein Physiotherapeut, ist sehr beeindruckt von den stoßdämpfenden Eigenschaften der Schuhe und der stützenden Passform – ideal für alternde Gelenke.
Ich habe Probleme mit den Sprunggelenken; Ärzte rieten zur Operation oder zu Steroidinjektionen. Ich glaube, ich verlasse mich auf diese Schuhe. Sie ersparen mir beide Behandlungen. Ich spüre die Verbesserung täglich; ich kann arbeiten gehen und weiss, dass ich wohlbehalten nach Hause komme. Ich kann den Tag und den Abend planen, weil die Schuhe „zaubern“ können. Ich bin für weitere Schuhkäufe verantwortlich, für etwa 15 Paar. So viele, schätze ich, wurden an Leute verkauft, denen ich sie empfohlen habe.
Propriozeption (Wahrnehmung von Körperbewegung und - lage im Raum) und das propriozeptive Training sind sehr wichtig, um Verletzungen vorzubeugen. Der kybun Schuh stellt ein effektives Tool für dieses Training dar, kann die ganze Zeit getragen werden und ist sehr bequem. Somit befindet man sich ohne Anstrengung in einer Art Dauertraining. Den Effekt konnte ich zuletzt an mir selbst testen. Ohne spezifische Therapie nur durch das Tragen des kybun Schuhs konnte ich meine Achillessehnenüberlastung kurieren, indem durch die instabile Sohle die muskulären Sprunggelenksstabilisatoren gekräftigt und die überlastete Muskulatur entspannt wurde. Ich empfehle den kybun Schuh nach Verletzungen im Bereich der unteren Extremität, bei stehenden Berufen, bei Sportlern und im Alter als Sturzprävention.

Erfahrungen/Weitere Fragen zu instabile Fussgelenken/ lockere Bänder

No FAQ's found.

Nach oben